Einbruchstatistik 2026: Was die PKS-Zahlen für den Einbruchschutz bedeuten
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Berichtsjahr 2025 wurde 2026 veröffentlicht. Sie verzeichnet 82.920 Wohnungseinbruchdiebstähle einschließlich strafbarer Versuche. Das sind 4.484 Fälle mehr als 2024, ein Anstieg um 5,7 Prozent.

Die PKS bildet die der Polizei bekannt gewordenen Fälle ab. Sie erlaubt keine Vorhersage für einzelne Wohnorte und sagt nicht aus, warum ein bestimmter Einbruchversuch scheiterte. Die Zahlen können aber helfen, die Entwicklung einzuordnen und mögliche Schwachstellen am eigenen Haus oder an der Wohnung zu prüfen. Weitere Zahlen und Tabellen bietet das Bundeskriminalamt in der Übersicht zur PKS 2025.
Die wichtigsten Zahlen der PKS 2025
- 82.920 Wohnungseinbruchdiebstähle einschließlich Versuchen
- 5,7 Prozent mehr Fälle als 2024
- 44,9 Prozent der Fälle blieben im Versuchsstadium
- 11.672 Fälle wurden aufgeklärt; die Aufklärungsquote lag bei 14,1 Prozent
- 92.870 Diebstähle wurden aus Kellern, Dachböden, Waschküchen und ähnlichen Bereichen registriert
Die Fallzahlen umfassen vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle und strafbare Versuche. Die PKS zählt nur Fälle, die der Polizei bekannt werden; nicht angezeigte Taten sind darin nicht enthalten.
Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren
| Berichtsjahr | Wohnungseinbruchdiebstähle einschließlich Versuchen |
|---|---|
| 2019 | 87.145 |
| 2020 | 75.023 |
| 2021 | 54.236 |
| 2022 | 65.908 |
| 2023 | 77.819 |
| 2024 | 78.436 |
| 2025 | 82.920 |
Nach dem Rückgang in den Jahren 2020 und 2021 stiegen die registrierten Fälle wieder an. 2025 lag die Zahl über den Vorjahreswerten, aber noch unter dem Stand von 2019. Aus dieser bundesweiten Entwicklung lässt sich nicht direkt ableiten, wie sich das Risiko an einer bestimmten Adresse verändert hat.
Was sagt die Versuchsquote aus?
Bei 44,9 Prozent der registrierten Fälle blieb es 2025 beim Versuch. Das zeigt, dass die Tat in einem erheblichen Teil der Fälle nicht vollendet wurde. Die Statistik erklärt jedoch nicht für jeden Einzelfall, warum der Einbruch scheiterte. Sie belegt daher nicht, dass eine bestimmte Sicherung den Täter aufgehalten hat.
Für den Schutz des eigenen Zuhauses empfiehlt die Polizei, Türen und Fenster mechanisch zu sichern. Eine Alarmanlage kann diese Sicherungen ergänzen und einen Einbruchversuch melden. Weitere Hinweise finden Sie bei der Polizei zur technischen Einbruchssicherung.
Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Einbruchschutz sinnvoll kombinieren und im Überblick zur Sicherung von Fenstern und Türen.
Wohnungseinbruch und Diebstahl aus Nebenräumen
Die 82.920 Fälle betreffen Wohnungseinbruchdiebstähle. Die PKS weist Diebstähle aus Kellern, Dachböden, Waschküchen und ähnlichen Bereichen gesondert aus. Diese Delikte sollten nicht mit Wohnungseinbrüchen zu einer gemeinsamen Fallzahl zusammengerechnet werden.
Bei der eigenen Sicherheitsprüfung können Nebenräume trotzdem wichtig sein. Prüfen Sie je nach Gebäude auch Kellerfenster, Nebeneingänge und Zugänge zu gemeinschaftlich genutzten Bereichen.
Was lässt sich praktisch tun?
Die Statistik ersetzt keine individuelle Sicherheitsprüfung. Für einen ersten Überblick können Sie diese Punkte durchgehen:
- Zugänge prüfen: Berücksichtigen Sie Haustür, Terrassen- und Balkontüren, erreichbare Fenster, Kellerzugänge und Nebeneingänge.
- Mechanische Sicherungen priorisieren: Bei Neu- und Umbauten kommen geprüfte einbruchhemmende Bauteile infrage. In Bestandsgebäuden können geeignete Nachrüstprodukte eine Option sein.
- Montage fachgerecht planen: Produkt und Befestigung müssen zur jeweiligen Tür oder zum Fenster passen.
- Technik ergänzend einsetzen: Eine Alarmanlage kann Einbruchversuche melden. Kameras können zusätzliche Aufnahmen liefern, verhindern einen Einbruch aber nicht zuverlässig.
- Beratung nutzen: Eine kriminalpolizeiliche Beratungsstelle kann helfen, mögliche Schwachstellen und passende Maßnahmen zu besprechen.
Bei Nachrüstprodukten unterscheiden sich Anforderungen je nach Produkt und Einsatzbereich. Prüfen Sie deshalb, ob Norm und Produkt tatsächlich zur betreffenden Tür oder zum Fenster passen.
Fazit: Zahlen einordnen und Schwachstellen prüfen
Die PKS 2025 weist mehr Wohnungseinbruchdiebstähle aus als im Vorjahr. Zugleich blieb ein erheblicher Anteil der registrierten Fälle im Versuchsstadium. Daraus lässt sich jedoch nicht ablesen, welche konkrete Maßnahme einen einzelnen Einbruch verhindert hat.
Für die eigene Planung ist eine systematische Prüfung der erreichbaren Türen und Fenster sinnvoll. Mechanische Sicherungen bilden die Grundlage; Alarmanlagen und Kameras können sie ergänzen.
Datengrundlage: Polizeiliche Kriminalstatistik, Berichtsjahr 2025. Bei der Weiterverwendung der Zahlen sollten Berichtsjahr und Quelle genannt werden. Die Zahlen und Tabellen finden Sie in der PKS-Übersicht des Bundeskriminalamts.

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