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Einbruchschutz im Urlaub: Haus und Wohnung vor der Reise sichern

Vor einer Reise gibt es viel zu organisieren. Nehmen Sie sich auch Zeit, Haus oder Wohnung auf die Abwesenheit vorzubereiten. Verschlossene Fenster und Türen, ein geleerter Briefkasten und eine Vertrauensperson, die nach dem Rechten sieht, helfen dabei, offensichtliche Hinweise auf eine längere Abwesenheit zu vermeiden.

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Die Polizei empfiehlt, Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit zu verschließen, die Haustür abzuschließen und keine Hinweise auf die Reise öffentlich zu teilen. Einbruchschutz-Tipps der Polizei

Dieser Ratgeber führt Sie durch die wichtigsten Schritte vor der Abreise und zeigt, wie Sie Nachbarn und vorhandene Sicherheitstechnik sinnvoll einbeziehen.

Checkliste: Das sollten Sie vor der Abreise erledigen

  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren vollständig schließen
  • Haustür und Nebeneingänge abschließen
  • Keller, Garage und Gartenhaus kontrollieren
  • Briefkastenleerung organisieren
  • Eine Vertrauensperson über die Abwesenheit informieren
  • Rollläden und Beleuchtung nach Möglichkeit variieren lassen
  • Alarmanlage aktivieren und Funktion prüfen
  • Urlaubspläne nicht öffentlich ankündigen
  • Wertsachen sicher aufbewahren und wichtige Gegenstände dokumentieren

1. Fenster und Türen vollständig schließen

Kontrollieren Sie vor dem Verlassen alle Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Lassen Sie sie nicht gekippt: Die Polizei weist darauf hin, dass gekippte Fenster als offen gelten. Schließen Sie auch die Haustür ab, statt sie lediglich ins Schloss zu ziehen.

Gehen Sie vor der Abreise einmal durch alle Räume und prüfen Sie auch weniger offensichtliche Zugänge:

  • Kellerfenster und Lichtschächte
  • Terrassen- und Balkontüren
  • Nebeneingänge und Garagentüren
  • Fenster im Obergeschoss, die über Balkon oder Anbauten erreichbar sind
  • Gartenhäuser und separate Garagen

Lassen Sie keinen Ersatzschlüssel draußen zurück. Wenn Schlüssel verloren gegangen sind, sollte der Schließzylinder geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

2. Eine Vertrauensperson einbeziehen

Bitten Sie Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder, während Ihrer Abwesenheit nach dem Haus oder der Wohnung zu sehen. Sie können den Briefkasten leeren, nach ungewöhnlichen Veränderungen schauen und bei Bedarf Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Sprechen Sie vorher ab, wie Sie erreichbar sind und was die Person bei einer Auffälligkeit tun soll. Die Polizei empfiehlt eine aufmerksame Nachbarschaft und nennt beispielsweise die gegenseitige Hilfe beim Leeren des Briefkastens als praktische Unterstützung

3. Abwesenheit nicht offensichtlich machen

Ein überquellender Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden oder öffentlich sichtbare Reiseankündigungen können auf eine Abwesenheit hinweisen. Organisieren Sie deshalb vorab, dass Zeitungen und Post regelmäßig entnommen werden.

Bei Rollläden kann eine Vertrauensperson sie zu unterschiedlichen Zeiten bedienen. Gibt es diese Möglichkeit nicht, vermeiden Sie es, alle Rollläden über den gesamten Zeitraum geschlossen zu halten. Rollläden allein sind außerdem kein verlässlicher Ersatz für gesicherte Fenster. Die Polizei weist darauf hin, dass übliche Rollläden häufig leicht überwunden werden können.

4. Beleuchtung und Anwesenheitssimulation nutzen

Zeitschaltuhren oder programmierbare Beleuchtung können dafür sorgen, dass in einzelnen Räumen zu unterschiedlichen Zeiten Licht eingeschaltet wird. Wenn Sie solche Funktionen nutzen, stellen Sie sie vor der Abreise ein und prüfen Sie, ob sie wie vorgesehen funktionieren.

Eine Lichtsteuerung ist eine ergänzende Verhaltensmaßnahme. Sie ersetzt keine verschlossenen Fenster, abgeschlossenen Türen oder mechanische Sicherungen. Die Polizei nennt Zeitschaltuhren und die Hilfe von Nachbarn als Möglichkeiten, während einer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck zu unterstützen. K-EINBRUCH: Zuhause in der Urlaubszeit sichern

5. Urlaubspläne in sozialen Medien zurückhaltend teilen

Überlegen Sie vor dem Posten, wer Ihre Beiträge sehen kann. Eine öffentliche Ankündigung, dass Sie mehrere Tage nicht zu Hause sind, liefert unnötige Informationen über Ihre Abwesenheit. Prüfen Sie auch die Sichtbarkeit Ihrer Profile und bitten Sie Mitreisende, ihre Reisepläne ebenfalls nicht öffentlich zu teilen.

Die Polizei hat 2026 ausdrücklich davor gewarnt, dass Posts aus dem Urlaub Hinweise auf leer stehende Wohnungen und Häuser geben können. Auch Einbrecher nutzen soziale Netzwerke

6. Alarmanlage und Kameras vor der Reise prüfen

Wenn Sie eine Alarmanlage oder Videoüberwachung nutzen, prüfen Sie vor der Abreise:

  • Ist die Anlage aktiviert?
  • Sind Sensoren und Kameras erreichbar und betriebsbereit?
  • Funktioniert die Benachrichtigung auf dem Smartphone?
  • Wissen Sie, was bei einem Alarm passiert?
  • Sind Akkus oder Batterien ausreichend geladen?
  • Sind die Zugangsdaten sicher und aktuell?

Kameras können Ereignisse dokumentieren oder eine Sichtkontrolle ermöglichen. Sie verhindern einen Einbruch nicht automatisch. Beachten Sie außerdem bei der Ausrichtung die Privatsphäre von Nachbarn und öffentlichen Bereichen.

Mehr dazu erfahren Sie in unseren Ratgebern zu Alarmanlagen, Videoüberwachung und Smart-Home-Alarmanlagen.

7. Wertsachen und wichtige Unterlagen vorbereiten

Lassen Sie Schmuck, Bargeld und andere wertvolle Gegenstände nicht offen sichtbar liegen. Bewahren Sie wichtige Dokumente an einem sicheren Ort auf und erstellen Sie eine Liste wertvoller Gegenstände. Fotos und vorhandene Kaufbelege können nach einem Schaden bei der Zuordnung helfen.

Die Polizei empfiehlt, Wertgegenstände zu katalogisieren und zu fotografieren. Hinweise der Polizei zu Wertgegenständen

Am Abreisetag: der letzte Rundgang

Nehmen Sie sich vor dem Losfahren einige Minuten für einen festen Abschlusscheck:

  1. Alle Fenster und Fenstertüren geschlossen?
  2. Haustür und Nebeneingänge abgeschlossen?
  3. Keller, Garage und Gartenhaus kontrolliert?
  4. Alarmanlage aktiviert?
  5. Briefkastenleerung und Nachbarschaftshilfe organisiert?
  6. Keine Reisehinweise öffentlich sichtbar oder gepostet?
  7. Schlüssel nicht draußen versteckt?

Eine feste Reihenfolge hilft, wichtige Punkte nicht im Abreisestress zu vergessen.

Häufige Fragen zum Einbruchschutz im Urlaub

Soll ich die Rollläden während des Urlaubs schließen?

Dauerhaft geschlossene Rollläden können auffällig wirken. Wenn möglich, bitten Sie eine Vertrauensperson, sie zu unterschiedlichen Zeiten zu bedienen. Übliche Rollläden ersetzen keine Sicherung der Fenster.

Sind Zeitschaltuhren sinnvoll?

Sie können Beleuchtung zu bestimmten Zeiten steuern und einen bewohnten Eindruck unterstützen. Sie sind eine Ergänzung und ersetzen keine mechanische Sicherung.

Darf ich Urlaubsfotos während der Reise posten?

Das ist Ihre Entscheidung. Überlegen Sie vorher, wer die Beiträge sehen kann. Öffentliche Posts mit konkreten Angaben zur Dauer Ihrer Abwesenheit sollten Sie vermeiden. Hinweis der Polizei zu sozialen Netzwerken

Reicht eine Alarmanlage für den Urlaub aus?

Eine Alarmanlage kann Ereignisse melden, macht Fenster oder Türen aber nicht automatisch widerstandsfähiger. Sichern Sie zuerst die Zugänge und ergänzen Sie den Schutz bei Bedarf durch Technik.

Was sollte eine Vertrauensperson während meiner Abwesenheit tun?

Sie kann den Briefkasten leeren, nach auffälligen Veränderungen schauen und Sie kontaktieren, wenn etwas ungewöhnlich wirkt. Vereinbaren Sie vorher, wie sie Sie erreicht und was im Ernstfall zu tun ist.




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