Schließzylinder
« Back to Glossary IndexDer Schließzylinder ist das Herzstück jeder mechanischen Türsicherung und damit ein zentrales Element des Einbruchschutzes. Er befindet sich im Türschloss und bestimmt, ob eine Tür mit einem bestimmten Schlüssel geöffnet oder verschlossen werden kann. Moderne Sicherheitszylinder sind so konstruiert, dass sie gegen gängige Einbruchmethoden wie Aufbohren, Picking oder Schlagtechnik geschützt sind. Hochwertige Modelle verfügen über gehärtete Stifte, spezielle Sperrelemente und Bohrschutzplatten. Zusätzlich bieten viele Hersteller Schließzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion an, die es ermöglichen, die Tür auch dann zu öffnen, wenn von innen ein Schlüssel steckt. Dies erhöht den Komfort und die Sicherheit erheblich.
Eine weitere wichtige Komponente ist der Kopierschutz: Nur autorisierte Schlüssel können nachgemacht werden, was unbefugte Kopien verhindert. Schließzylinder gibt es in unterschiedlichen Längen und Ausführungen, sodass sie individuell an jede Tür angepasst werden können. In Mehrfamilienhäusern werden häufig gleichschließende Systeme eingesetzt, die mit einem Schlüssel mehrere Türen bedienen. Für noch mehr Sicherheit sorgen elektronische Schließzylinder, die per Transponder, Karte oder Smartphone gesteuert werden. Diese Systeme bieten den Vorteil, dass verlorene Schlüssel einfach aus dem System gelöscht werden können. Ein gut gewählter Schließzylinder trägt entscheidend dazu bei, die Sicherheit einer Tür zu erhöhen und potenziellen Einbrechern den Zugang erheblich zu erschweren. Daher gilt er als Basis jeder wirksamen Türsicherung.
Was ist ein Schließzylinder?
Ein Schließzylinder ist das funktionale Herzstück eines Türschlosses. Er ist das Bauteil, in das der Schlüssel eingeführt wird, um den Schließvorgang auszulösen. Der Zylinder überträgt die Drehbewegung des Schlüssels auf den Riegel des Schlosses und ermöglicht so das Verriegeln oder Entriegeln einer Tür. In Europa ist der sogenannte Profilzylinder (Euro-Zylinder) der gängigste Standard für Haus- und Wohnungstüren.
Aufbau und Funktionsweise
Im Inneren eines klassischen mechanischen Schließzylinders befinden sich federgelagerte Stifte oder Scheiben. Nur wenn der passende Schlüssel eingeführt wird, werden diese Stifte exakt so tief heruntergedrückt, dass sie eine Trennlinie bilden. Erst dann lässt sich der Kern des Zylinders drehen.
Man unterscheidet verschiedene Bauformen:
Doppelzylinder: Von beiden Seiten (außen und innen) mit einem Schlüssel bedienbar.
Knaufzylinder: Von außen per Schlüssel, von innen bequem über einen fest montierten Drehknauf bedienbar.
Halbzylinder: Nur von einer Seite schließbar (häufig bei Garagentoren oder Vorhängeschlössern).
Sicherheitsmerkmale moderner Schließzylinder
Um Schutz gegen gängige Einbruchmethoden zu bieten, verfügen hochwertige Schließzylinder über spezielle Schutzmechanismen:
Not- und Gefahrenfunktion (N+G): Ermöglicht das Aufschließen von außen, selbst wenn innen ein Schlüssel steckt.
Aufbohrschutz: Integrierte gehärtete Stahlstifte verhindern, dass der Zylinder einfach aufgebohrt werden kann.
Ziehschutz (Kernziehschutz): Schützt davor, dass der Zylinderkern mit Spezialwerkzeugen gewaltsam herausgezogen wird.
Pickingschutz: Erschwert das Öffnen des Schlosses mit feinen Manipulationswerkzeugen (Lockpicking).
Sicherungskarte: Ein Kopierschutz, der sicherstellt, dass Nachschlüssel nur gegen Vorlage der Karte beim Fachhändler angefertigt werden dürfen.
Elektronische Schließzylinder
In modernen Gebäuden werden zunehmend elektronische Schließzylinder eingesetzt. Diese nutzen statt mechanischer Einkerbungen digitale Signale (per RFID, Bluetooth oder Code), um die Schließnase freizugeben. Sie bieten den Vorteil, dass verlorene „Schlüssel“ (Transponder) einfach digital gesperrt werden können.
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