Sicherheitsglas
« Back to Glossary IndexSicherheitsglas ist ein spezielles Glasmaterial, das im Vergleich zu herkömmlichem Floatglas deutlich widerstandsfähiger gegen Bruch und Durchdringung ist. Es wird häufig in Fenstern, Türen und Glasfassaden eingesetzt, um den Einbruchschutz zu erhöhen. Es gibt verschiedene Arten von Sicherheitsglas, darunter Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas (VSG). ESG zeichnet sich dadurch aus, dass es bei starker Belastung in kleine, stumpfe Krümel zerfällt, wodurch Verletzungsgefahren reduziert werden. VSG hingegen besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine reißfeste Folie miteinander verbunden sind. Selbst wenn die Scheibe beschädigt wird, bleibt sie stabil und verhindert, dass ein Einbrecher leicht durchgreifen kann. Besonders VSG ist daher eine bevorzugte Wahl im Bereich Einbruchschutz.
Neben dem physischen Schutz hat Sicherheitsglas auch eine psychologische Wirkung, da potenzielle Täter beim Versuch des Durchschlagens erheblich aufgehalten werden. Zudem kann es Schallschutz- und Wärmedämmfunktionen übernehmen, was es auch für den Wohnkomfort attraktiv macht. Moderne Sicherheitsgläser lassen sich mit zusätzlichen Beschichtungen versehen, die Sichtschutz oder UV-Schutz bieten. Sie sind in verschiedenen Stärken und Sicherheitsklassen erhältlich und können individuell an Fenster- oder Türsysteme angepasst werden. Insgesamt bietet Sicherheitsglas eine zuverlässige, langlebige und vielseitige Möglichkeit, Gebäude wirksam gegen Einbruchsversuche abzusichern.
Was ist Sicherheitsglas?
Sicherheitsglas ist ein Sammelbegriff für Glassorten, die durch spezielle Herstellungsverfahren oder ihren besonderen Aufbau ein deutlich geringeres Verletzungsrisiko bieten und eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkungen (wie Schläge, Stöße oder Einbruchsversuche) aufweisen als herkömmliches Flachglas.
In der Sicherheitstechnik und im Bauwesen wird primär zwischen zwei Hauptarten unterschieden: ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) und VSG (Verbund-Sicherheitsglas).
Die wichtigsten Arten von Sicherheitsglas
1. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)
ESG wird während der Herstellung thermisch vorgespannt. Dadurch entstehen im Kern des Glases Zugspannungen und an der Oberfläche Druckspannungen.
Eigenschaft: Es ist extrem schlag- und stoßfest sowie temperaturbeständig.
Bruchverhalten: Im Falle eines Bruchs zerfällt ESG in kleinste, stumpfkantige Krümel (ähnlich wie bei einer Autoseitenscheibe). Das Risiko tiefer Schnittverletzungen wird so minimiert.
2. Verbund-Sicherheitsglas (VSG)
VSG besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste, elastische Kunststofffolie (meist PVB-Folie) fest miteinander verbunden sind.
Eigenschaft: Die Folie hält die Glassplitter im Falle eines Bruchs fest zusammen. Die Scheibe bleibt als Einheit im Rahmen bestehen.
Schutzwirkung: VSG bietet eine durchwurfsichernde oder sogar einbruchhemmende Wirkung, da die Barriere selbst nach dem Zersplittern des Glases erhalten bleibt.
Einsatzgebiete von Sicherheitsglas
Aufgrund seiner schützenden Eigenschaften ist Sicherheitsglas in vielen Bereichen vorgeschrieben oder dringend empfohlen:
Einbruchschutz: Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss bestehen meist aus VSG.
Innenausbau: Ganzglastüren, Duschkabinen und Trennwände nutzen vorwiegend ESG.
Überkopfverglasungen: Bei Wintergärten oder Vordächern ist VSG gesetzlich vorgeschrieben, um herabfallende Splitter bei Glasbruch zu verhindern.
Objektschutz: Hochsicherheitsbereiche nutzen spezielle Mehrscheiben-Verbundgläser (z. B. schusshemmendes Glas).

