Videoaufzeichnungssystem (DVR/NVR)
« Back to Glossary IndexVideoaufzeichnungssysteme, wie DVR (Digital Video Recorder) oder NVR (Network Video Recorder), sind essenziell für die Speicherung und Verwaltung von Überwachungsaufnahmen. DVR-Systeme arbeiten mit analogen Kameras, während NVR-Systeme digitale IP-Kameras nutzen. Beide Systeme ermöglichen die kontinuierliche oder bewegungsbasierte Aufzeichnung von Videomaterial, das später zur Beweissicherung oder Analyse genutzt werden kann. Sie verfügen über Funktionen wie Zeitrafferaufnahme, Wiedergabe, Fernzugriff und Alarmintegration. Die Speichergröße kann je nach Bedarf angepasst werden, sodass große Datenmengen über Wochen oder Monate gesichert werden können. Moderne Systeme bieten oft Cloud-Speicherung oder Backup-Möglichkeiten, um die Daten vor Manipulation oder Verlust zu schützen. Videoaufzeichnungssysteme sind sowohl für gewerbliche Objekte wie Geschäfte, Lagerhallen oder öffentliche Einrichtungen als auch für private Haushalte geeignet. Sie ermöglichen nicht nur die Nachverfolgung von Ereignissen, sondern wirken auch präventiv, da die Präsenz von Kameras und Aufzeichnungssystemen potenzielle Einbrecher abschreckt. In Kombination mit Bewegungsmeldern, Glasbruchsensoren und Sirenen bilden DVR/NVR-Systeme ein umfassendes Sicherheitssystem, das Schutz und Kontrolle gewährleistet.
Was ist ein Videoaufzeichnungssystem (DVR/NVR)?
Ein Videoaufzeichnungssystem ist das Herzstück jeder professionellen Videoüberwachung. Es dient dazu, die Bildsignale von Überwachungskameras zu empfangen, zu verarbeiten und auf Festplatten (HDDs) zu speichern. Man unterscheidet dabei primär zwischen zwei Technologien: dem DVR (Digital Video Recorder) und dem NVR (Network Video Recorder).
Der Unterschied: DVR vs. NVR
Obwohl beide Systeme denselben Zweck erfüllen – die Archivierung von Videomaterial –, unterscheiden sie sich grundlegend in der Art der Datenverarbeitung und dem Kameratyp:
| Merkmal | DVR (Digital Video Recorder) | NVR (Network Video Recorder) |
| Kameratyp | Analoge Kameras (z. B. HD-TVI, CVI, AHD) | IP-Kameras (Netzwerkkameras) |
| Verkabelung | Koaxialkabel (BNC-Stecker) | Netzwerkkabel (Ethernet / RJ45) |
| Verarbeitung | Das Signal wird im DVR digitalisiert. | Das Signal wird in der Kamera digitalisiert. |
| Flexibilität | Kameras müssen direkt am Gerät hängen. | Kameras können weltweit über das Netzwerk senden. |
Wie funktioniert ein Videoaufzeichnungssystem?
Das System nimmt den Videostream der Kamera auf und komprimiert ihn (meist mit modernen Codecs wie H.265+), um Speicherplatz zu sparen. Nutzer können über einen angeschlossenen Monitor oder per App/Browser auf Live-Bilder und historische Aufnahmen zugreifen.
Wichtige Funktionen moderner Recorder:
Bewegungserkennung: Die Aufnahme startet nur, wenn eine Bewegung im Bild registriert wird (spart Festplattenkapazität).
Fernzugriff: Weltweiter Zugriff auf die Überwachungsbilder via Smartphone.
Ringspeicher: Wenn die Festplatte voll ist, werden die ältesten Daten automatisch überschrieben (unter Beachtung des Datenschutzes).
PoE (Power over Ethernet): Viele NVRs versorgen die Kameras direkt über das Netzwerkkabel mit Strom.
Warum ist ein dedizierter Recorder wichtig?
Im Gegensatz zur Speicherung auf einer SD-Karte in der Kamera bietet ein zentrales Videoaufzeichnungssystem eine deutlich höhere Ausfallsicherheit und längere Speicherdauer. Zudem sind die Daten an einem zentralen, geschützten Ort gesichert, falls eine Kamera beschädigt oder gestohlen wird.
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