Vibrationssensor
« Back to Glossary IndexVibrationssensoren sind spezialisierte Sicherheitskomponenten, die Vibrationen oder Erschütterungen an Fenstern, Türen oder Wänden erkennen. Sie werden eingesetzt, um Aufhebel-, Bohr- oder Schlagversuche frühzeitig zu registrieren und Alarm auszulösen. Diese Sensoren reagieren auf kleinste Erschütterungen und sind daher besonders für den Schutz von Glasflächen und Türen geeignet, die ansonsten schwer zu überwachen wären. Vibrationssensoren können kabellos oder verkabelt betrieben werden und werden in Alarmanlagen integriert. Sie senden beim Erkennen einer unbefugten Manipulation sofort ein Signal an die Zentrale, die wiederum Sirenen aktiviert oder eine Benachrichtigung an die Bewohner oder eine Notrufleitstelle sendet.
Hochwertige Sensoren unterscheiden zwischen relevanten Vibrationen und alltäglichen Umgebungsbewegungen, wodurch Fehlalarme minimiert werden. Sie sind robust konstruiert, wetterfest und können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Vibrationssensoren stellen somit eine wichtige Ergänzung zu Bewegungsmeldern, Glasbruchsensoren und Türkontakten dar und tragen wesentlich dazu bei, die Sicherheit von Gebäuden zu erhöhen.
Was ist ein Vibrationssensor?
Ein Vibrationssensor ist ein sicherheitstechnisches Bauteil, das mechanische Schwingungen und Erschütterungen an Oberflächen erkennt. In der Einbruchsprävention dient er dazu, gewaltsame Einwirkungen auf Hindernisse wie Türen, Fenster, Tresore oder Wände zu detektieren, noch bevor ein Eindringling das Objekt tatsächlich betreten hat.
Funktionsweise: Erkennung von Körperschall
Vibrationssensoren messen die Intensität und Frequenz von Erschütterungen. Moderne Sensoren arbeiten meist mit piezoelektrischen Elementen oder digitalen Beschleunigungssensoren (Akzelerometern):
Überwachung: Der Sensor ist fest mit dem zu schützenden Objekt verbunden.
Detektion: Versucht ein Täter, eine Scheibe einzuschlagen, einen Rahmen aufzuhebeln oder eine Wand zu durchbohren, entstehen spezifische Schwingungen (Körperschall).
Analyse: Die interne Elektronik unterscheidet zwischen harmlosen Erschütterungen (z. B. vorbeifahrende LKWs oder zuschlagende Türen) und typischen Einbruchsfrequenzen.
Alarmierung: Bei Überschreiten eines definierten Schwellenwerts sendet der Sensor ein Signal an die Alarmzentrale.
Einsatzgebiete und Vorteile
Vibrationssensoren sind ein essenzieller Teil der Außenhautüberwachung und bieten gegenüber reinen Öffnungsmeldern entscheidende Vorteile:
Frühwarnsystem: Der Alarm wird oft schon beim ersten Hebelversuch oder Schlag ausgelöst – also bevor ein Schaden im Innenraum entsteht.
Glasbruchschutz: Sie können als Alternative oder Ergänzung zu Glasbruchmeldern direkt auf großen Glasflächen oder Rahmen montiert werden.
Schutz von Wertgegenständen: Vibrationssensoren sichern Tresore, Waffenschränke oder Kunstobjekte gegen unbefugtes Bewegen oder Manipulation (z. B. durch Schweißbrenner oder Bohrer).
Vielseitigkeit: Sie lassen sich an fast allen Materialien wie Holz, Glas, Metall oder Beton anbringen.
Installationstipp
Für eine optimale Performance sollte die Empfindlichkeit des Sensors bei der Installation feinjustiert werden. So wird sichergestellt, dass das System zuverlässig vor Einbrechern schützt, aber bei starkem Wind oder Gewitter keine Fehlalarme auslöst.
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