Türsicherung
« Back to Glossary IndexTürsicherungen sind mechanische oder elektronische Vorrichtungen, die verhindern, dass Türen unbefugt geöffnet oder aufgebrochen werden. Sie werden an Wohnungseingängen, Nebentüren, Kellern, Büros oder Gewerbeobjekten installiert und können Riegel, Zusatzschlösser, Sperrbügel oder elektronische Zutrittskontrollen umfassen. Türsicherungen dienen sowohl der Prävention als auch der Reaktion auf Einbruchsversuche, indem sie mechanische Hürden schaffen und Alarmanlagen integrieren. Moderne Systeme können in Smart-Home-Netzwerke eingebunden werden, Zutrittsprotokolle erstellen und temporäre Zugangsrechte vergeben. Türsicherungen erhöhen die Sicherheit erheblich, erschweren Einbrechern den Zutritt und schützen sowohl Menschen als auch Sachwerte. Die Installation sollte strategisch erfolgen, um Schwachstellen wie Türrahmen, Scharniere oder Schlösser abzusichern. Zusammen mit Fenster-, Garagen- und Torabsicherungen sowie Alarmanlagen und Videoüberwachung bilden Türsicherungen ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das präventiv wirkt und gleichzeitig im Ernstfall Schutz bietet.
Unter dem Begriff Türsicherung werden alle mechanischen und elektronischen Vorrichtungen zusammengefasst, die dazu dienen, eine Tür gegen gewaltsames Eindringen, Aufhebeln oder unbefugtes Öffnen zu schützen. Da die Eingangstür neben den Fenstern das Hauptziel bei Einbruchsversuchen darstellt, bildet eine solide Türsicherung das Fundament jedes Sicherheitskonzepts.
Die zwei Säulen der Türsicherung
Eine effektive Absicherung basiert in der Regel auf einer Kombination aus zwei Bereichen:
1. Mechanische Türsicherung (Grundschutz) Die Mechanik hat das Ziel, dem Täter einen so hohen physischen Widerstand entgegenzusetzen, dass der Einbruchsversuch abgebrochen wird.
Querriegelschloss (Panzerriegel): Sichert die Tür über die gesamte Breite auf der Schloss- und Bandseite.
Tür-Zusatzschloss: Bietet einen weiteren Sperrpunkt, oft mit einem stabilen Sperrbügel für die spaltbreite Öffnung.
Bandseitensicherung: Schützt die Scharnierseite der Tür gegen das Aufhebeln.
Sicherheitsbeschlag: Verhindert, dass der Schließzylinder abbrochen oder herausgezogen werden kann.
2. Elektronische Türsicherung (Detektion & Komfort) Elektronische Komponenten ergänzen die Mechanik durch Überwachung und Alarmierung.
Türalarme & Öffnungsmelder: Lösen bei unbefugtem Öffnen ein Signal aus.
Digitale Türspione: Ermöglichen die visuelle Kontrolle des Bereichs vor der Tür.
Smarte Türschlösser: Erlauben eine schlüssellose Zutrittskontrolle und Protokollierung.
Widerstandsklassen (RC)
Bei der Auswahl von Komponenten für die Türsicherung sollte auf die Widerstandsklasse (Resistance Class) geachtet werden. Für Privathaushalte empfehlen die polizeilichen Beratungsstellen in der Regel Bauteile ab der Klasse RC 2, da diese Gelegenheits-Einbrechern mit einfachem Werkzeug ausreichend lange standhalten.
Warum ist eine Nachrüstung sinnvoll?
Viele Standard-Türen verfügen ab Werk nur über eine einfache Verriegelung, die mit einem Kuhfuß oder einem großen Schraubendreher innerhalb weniger Sekunden aufgehebelt werden kann. Eine nachgerüstete Türsicherung erhöht den Zeitaufwand für den Täter massiv – und Zeit ist der größte Feind des Einbrechers.
« Zurück zum Glossar IndexExperten-Tipp: Eine Tür ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Achten Sie darauf, dass nicht nur das Schloss, sondern auch das Schließblech fest im Mauerwerk verankert ist und die Bandseite (Scharniere) ebenfalls verstärkt wird.

