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Präsenzmelder

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Ein Präsenzmelder ist eine Weiterentwicklung des klassischen Bewegungsmelders und zeichnet sich durch eine noch höhere Empfindlichkeit aus. Während Bewegungsmelder auf größere Bewegungen reagieren, registrieren Präsenzmelder bereits kleinste Veränderungen, wie das Tippen auf einer Tastatur oder leichte Handbewegungen. Dadurch eignen sie sich besonders für Innenräume wie Büros, Konferenzräume oder Wohnbereiche, in denen sich Personen über längere Zeit aufhalten.

Im Bereich der Sicherheitstechnik werden Präsenzmelder genutzt, um Alarme auszulösen, sobald sich unbefugte Personen im Raum befinden. Im Alltag kommen sie auch für die intelligente Lichtsteuerung zum Einsatz, was zusätzlich Energie spart. Präsenzmelder arbeiten meist mit Infrarot- oder Ultraschalltechnologie und decken einen sehr feinen Erfassungsbereich ab. Sie sind häufig in die Decke integriert und fallen optisch kaum auf. In der Einbruchsicherung sind sie besonders nützlich, da sie Bewegungen erfassen, die für gewöhnliche Bewegungsmelder zu unauffällig wären. Dadurch lassen sich Sicherheitskonzepte deutlich verbessern und Fehlalarme reduzieren. Moderne Systeme können sogar zwischen menschlichen Bewegungen und anderen Störfaktoren unterscheiden. Präsenzmelder sind somit nicht nur ein Komfort- und Energiespar-Feature, sondern auch eine äußerst präzise Sicherheitskomponente, die dazu beiträgt, Räume zuverlässig zu überwachen und Einbrüche frühzeitig zu erkennen.

Was ist ein Präsenzmelder?

Ein Präsenzmelder ist ein hochempfindlicher Sensor zur Erkennung von Anwesenheit und Bewegung in einem definierten Bereich. Er ist die technologische Weiterentwicklung des Bewegungsmelders und darauf spezialisiert, selbst kleinste Bewegungen (wie das Tippen auf einer Tastatur oder das Umblättern einer Seite) zuverlässig zu erfassen.

Sein Hauptzweck liegt in der effizienten Steuerung von Beleuchtung, Heizung und Belüftung in Innenräumen, um Komfort zu steigern und Energiekosten zu senken.

Wie funktioniert ein Präsenzmelder?

Die meisten Präsenzmelder arbeiten mit Passiv-Infrarot-Technologie (PIR). Sie reagieren auf die Wärmestrahlung von Körpern, die sich vor dem Hintergrund bewegen. Der entscheidende Unterschied zum Bewegungsmelder liegt in der hochauflösenden Sensorik und der speziellen Linsenoptik:

  • Während ein Bewegungsmelder grobe Bewegungen (Laufen, Gehen) benötigt, überwacht ein Präsenzmelder den Raum in einer feinen Matrix.

  • Er misst kontinuierlich die Lichtstärke im Raum. Ist genügend Tageslicht vorhanden, schaltet er das künstliche Licht trotz erkannter Präsenz aus oder dimmt es herunter (Konstantlichtregelung).

Präsenzmelder vs. Bewegungsmelder: Die Unterschiede

MerkmalBewegungsmelderPräsenzmelder
EmpfindlichkeitReagiert auf Gehen/LaufenReagiert auf sitzende Tätigkeiten
LichtmessungMisst meist nur beim EinschaltenPermanente Lichtmessung (Mischlicht)
EinsatzortFlure, Außenbereiche, DurchgängeBüros, Klassenzimmer, WCs, Wohnräume
ZielSicherheit & OrientierungEnergieeffizienz & Arbeitskomfort

Vorteile in der Gebäudeautomation

  • Energieeinsparung: Licht und Klima werden nur aktiviert, wenn tatsächlich jemand im Raum ist. Sobald der Raum verlassen wird, schaltet das System nach einer einstellbaren Nachlaufzeit ab.

  • Komfort: Kein manuelles Schalten mehr nötig; das Licht passt sich automatisch der Helligkeit und Anwesenheit an.

  • Sicherheit: In Smart-Home- oder Alarmsystemen können Präsenzmelder auch zur Überwachung unbefugten Aufenthalts genutzt werden.

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