Mikrowellenmelder
« Back to Glossary IndexEin Mikrowellenmelder ist ein hochentwickelter Bewegungsmelder, der auf elektromagnetischen Wellen im Mikrowellenbereich basiert. Er sendet kontinuierlich Wellen aus und analysiert deren Reflexionen. Sobald sich ein Objekt im Erfassungsbereich bewegt, verändern sich die Reflexionen, und der Melder löst ein Signal aus. Mikrowellenmelder haben den Vorteil, dass sie sehr große Bereiche überwachen können und Bewegungen auch durch dünne Wände oder Glas erfassen. Dadurch eignen sie sich hervorragend für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen. Allerdings ist gerade diese Eigenschaft auch ein Nachteil, da Bewegungen außerhalb des gewünschten Bereichs ebenfalls registriert werden können. Daher ist eine fachgerechte Installation entscheidend. In der Sicherheitstechnik werden Mikrowellenmelder häufig mit anderen Technologien kombiniert, beispielsweise mit Infrarotsensoren, um Fehlalarme zu reduzieren. Sie sind robust, langlebig und wetterunempfindlich, weshalb sie auch im Außenbereich eingesetzt werden können. Neben der Einbruchserkennung kommen Mikrowellenmelder auch in der Industrie oder im Energiemanagement zum Einsatz. Ihre Fähigkeit, selbst kleinste Bewegungen auf größere Distanz zu registrieren, macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Sicherheitssysteme.
Ein Mikrowellenmelder ist ein aktiver Bewegungsmelder, der zur Überwachung von Innen- und Außenbereichen eingesetzt wird. Im Gegensatz zum weit verbreiteten PIR-Sensor (Passiv-Infrarot), der auf Wärme reagiert, nutzt der Mikrowellenmelder elektromagnetische Wellen im Hochfrequenzbereich (Radar-Prinzip), um Bewegungen zu detektieren.
Funktionsweise: Das Doppler-Prinzip
Der Melder sendet kontinuierlich Mikrowellen aus, die von Objekten und Wänden im Raum reflektiert werden.
Wenn sich im Erfassungsbereich nichts bewegt, bleibt die Frequenz der reflektierten Wellen gleich.
Sobald sich ein Objekt bewegt, verändert sich die Frequenz der zurückgeworfenen Wellen (Doppler-Effekt).
Der Sensor registriert diese Veränderung und löst – je nach Konfiguration – einen Alarm oder ein Lichtsignal aus.
Besondere Eigenschaften und Vorteile
Mikrowellenmelder bieten gegenüber herkömmlichen Infrarot-Meldern spezifische Vorteile:
Durchdringung von Materialien: Mikrowellen durchdringen dünne Wände, Glas, Holz und Kunststoff. Dadurch kann ein Melder versteckt installiert werden (z. B. hinter einer abgehängten Decke), was ihn vor Sabotage schützt.
Temperaturunabhängigkeit: Da er nicht auf Wärme reagiert, arbeitet er auch in sehr heißen Umgebungen oder bei starker Sonneneinstrahlung zuverlässig, wo PIR-Sensoren oft an ihre Grenzen stoßen.
Hohe Empfindlichkeit: Er erkennt selbst kleinste Bewegungen sehr präzise.
Einsatzgebiete im Einbruchschutz
Aufgrund ihrer hohen Sensibilität werden Mikrowellenmelder häufig in professionellen Alarmanlagen verwendet. Besonders effektiv sind sie als Dual-Melder (auch Dual-Way-Melder genannt). Hierbei werden PIR-Technik und Mikrowelle kombiniert: Ein Alarm wird nur dann ausgelöst, wenn beide Sensortechnologien eine Bewegung registrieren. Dies reduziert die Rate an Fehlalarmen (z. B. durch Luftströme oder Haustiere) nahezu auf Null.
Was gibt es zu beachten?
Da Mikrowellen Glas und dünne Wände durchdringen können, muss der Melder präzise eingestellt werden. Eine zu hohe Empfindlichkeit könnte dazu führen, dass der Sensor Bewegungen im Nebenraum oder auf der Straße registriert und so einen ungewollten Alarm auslöst.
« Zurück zum Glossar IndexSicherheitshinweis: Mikrowellenmelder sollten für eine optimale Raumabdeckung immer von einem Fachmann eingemessen werden, um „Überstrahlungen“ in Bereiche zu vermeiden, die nicht überwacht werden sollen.

