Fenstersicherung
« Back to Glossary IndexFenstersicherungen sind mechanische oder elektronische Vorrichtungen, die verhindern, dass Fenster unbefugt geöffnet oder aufgebrochen werden können. Sie kommen in privaten Haushalten, Büros, Schulen oder öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz und dienen dem Einbruchschutz. Mechanische Fenstersicherungen umfassen abschließbare Griffe, Riegel, Schlösser oder zusätzliche Verriegelungen, während elektronische Systeme Teil von Alarmanlagen sein können, die bei unbefugtem Öffnen einen Alarm auslösen. Moderne Systeme bieten oft Zusatzfunktionen wie Bewegungsmelder, Glasbruchmelder oder Integration in Smart-Home-Systeme. Fenstersicherungen wirken präventiv, da sichtbar installierte Schutzmaßnahmen Einbrecher abschrecken, und reaktiv, indem sie bei Manipulationsversuchen Alarm auslösen. Sie erhöhen die Sicherheit erheblich, verhindern Schäden und schützen wertvolle Gegenstände sowie die Bewohner.
Eine sorgfältige Auswahl und Montage ist entscheidend, um optimale Schutzwirkung zu gewährleisten. Fenstersicherungen bilden zusammen mit Alarmanlagen, Bewegungsmeldern, Überwachungskameras und Türsicherungen ein ganzheitliches Sicherheitskonzept für Gebäude jeder Art.
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Fenstersicherung ist der Oberbegriff für alle baulichen und technischen Maßnahmen, die darauf abzielen, Fenster und Fenstertüren vor unbefugtem Öffnen oder Zerstörung zu schützen. Im Kern geht es darum, die Widerstandszeit zu erhöhen, wodurch ein Einbruchsversuch so erschwert wird, dass der Täter diesen abbricht.
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Säulen der Fenstersicherung, die idealerweise kombiniert werden:
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Mechanische Sicherung: Diese verzögert den Einbruch aktiv (z. B. durch Riegel).
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Elektronische Sicherung: Diese meldet den Einbruchsversuch (z. B. durch Sensoren).
🛠️ Komponenten der mechanischen Sicherung
Die mechanische Fenstersicherung konzentriert sich darauf, die Schwachstellen des Fensters zu eliminieren: den Beschlag, den Griff und die Verglasung.
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Zuerst ist die Pilzkopfverriegelung zu nennen. Hierbei ersetzen die standardmäßigen Rollzapfen des Fensterbeschlags durch pilzkopfartige Zapfen, die in spezielle Schließteile am Rahmen einrasten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zapfen verhindern Pilzkopfzapfen das Aufhebeln mit einfachen Werkzeugen effektiv.
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Des Weiteren sind abschließbare Fenstergriffe essenziell. Sie verhindern, dass Einbrecher nach dem Einschlagen oder Anbohren des Glases den Griff von außen betätigen können (Fensterbohren).
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Darüber hinaus können Zusatzschlösser oder Fensterriegel (z. B. Querriegel) nachträglich montiert werden, was einen zusätzlichen, massiven Verriegelungspunkt an der Scharnier- oder Griffseite schafft.
🔬 Komponenten der elektronischen Sicherung
Ergänzend zur Mechanik kommen elektronische Komponenten zum Einsatz, um den Alarm frühzeitig auszulösen:
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Fenstersensoren (Magnetkontakte): Diese melden sofort, wenn das Fenster geöffnet wird.
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Erschütterungsmelder/Glasbruchmelder: Diese reagieren bereits auf den Versuch des Aufhebelns oder auf das Einschlagen der Scheibe, wodurch der Alarm ausgelöst wird, bevor der Täter im Haus ist.
📐 Wichtige Normen und Widerstandsklassen
Um eine effektive Fenstersicherung zu gewährleisten, sollten die verwendeten Produkte oder das komplette Fenster einer bestimmten Widerstandsklasse entsprechen. Die europäische Norm DIN EN 1627 teilt Fenster in verschiedene Resistance Classes (RC) ein:
| Widerstandsklasse (RC) | Schutz vor | Erforderliche Widerstandszeit |
| RC 2 N / RC 2 | Gelegenheitstäter mit einfachen Werkzeugen (Keil, Schraubendreher) | Mindestens 3 Minuten |
| RC 3 | Täter mit zusätzlichem Brecheisen | Mindestens 5 Minuten |
Daher wird für den privaten Bereich mindestens die Klasse RC 2 empfohlen.
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