Olympia Alarmanlagen: Übersicht der Modelle, Vergleich und Smart Home Integration (Stand 2026)
In einer Zeit, in der das Sicherheitsbedürfnis stetig wächst und die Vernetzung des eigenen Zuhauses zum Standard wird, positioniert sich der deutsche Hersteller Olympia Business Systems als einer der Marktführer für preiswerte, aber hochfunktionale DIY-Sicherheitssysteme. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die aktuellen Olympia Alarmanlagen der Modellreihen Protect und ProHome, deren Funktionsweise und wie Sie Ihr Zuhause in eine intelligente Festung verwandeln.
Teil 1: Die Olympia Alarmanlagen
1. Einleitung: Warum Olympia für Ihre Sicherheit wählen?
Einbrüche geschehen in Deutschland statistisch gesehen alle paar Minuten. Dabei ist es oft nicht der materielle Verlust, der schmerzt, sondern das verletzte Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden. Olympia hat es sich zur Aufgabe gemacht, professionelle Sicherheitstechnik für jedermann zugänglich zu machen – ohne monatliche Abogebühren oder komplizierte Verkabelung.
Die Philosophie hinter den Systemen
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Plug & Play: Einfache Installation ohne Fachmann.
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Keine Folgekosten: Keine Verträge mit Sicherheitsfirmen nötig.
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Modularität: Das System wächst mit Ihren Anforderungen.
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Dualität: Kombination aus lokaler Abschreckung und mobiler Benachrichtigung.
2. Die Modellreihen im Überblick: Protect vs. ProHome
Olympia unterteilt sein Portfolio im Wesentlichen in zwei Hauptkategorien, die unterschiedliche Nutzertypen ansprechen.
2.1 Die Protect-Serie: Der bewährte Klassiker
Die Protect-Serie (Modelle wie 6xxx, 9xxx) ist die Basislinie von Olympia. Sie setzt primär auf GSM-Funktechnologie. Das bedeutet, die Kommunikation erfolgt über das Mobilfunknetz.
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Zielgruppe: Nutzer, die ein autarkes System ohne zwingende Internetverbindung suchen.
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Kernfeature: LCD-Display an der Basisstation, Steuerung via Telefonanruf oder SMS.
2.2 Die ProHome-Serie: Die smarte Evolution
Die ProHome-Serie (Modelle wie 8700, 8762, 8800) ist die konsequente Weiterentwicklung. Hier verschmelzen Alarmanlage und Hausautomatisierung.
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Zielgruppe: Moderne Haushalte, die App-Steuerung, IP-Kameras und smarte Heizkörperthermostate integrieren möchten.
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Kernfeature: WLAN-Anbindung zusätzlich zu GSM, umfangreiche App-Unterstützung, Kompatibilität mit Smart-Home-Komponenten.
3. Detaillierte Modellvorstellung und Vergleich
3.1 Olympia Protect 9061 / 9761 / 9868
Diese Modelle sind die Arbeitstiere im Sortiment. Sie unterscheiden sich oft nur durch den Lieferumfang (Anzahl der Sensoren).
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Olympia Protect 9061: Das Einsteigermodell mit GSM-Modul. Es bietet Platz für bis zu 32 Sensoren und kann bis zu 10 Rufnummern im Alarmfall anwählen.
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Olympia Protect 9868: Eine High-End-Variante der Protect-Serie, oft mit verbesserter Optik und erweiterten Komfortfunktionen wie einer Freisprecheinrichtung an der Basis.
Vorteile der Protect-Serie:
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Störungsresistenz: Da kein WLAN benötigt wird, funktioniert das System auch bei Internet-Ausfall.
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Einfachheit: Die Bedienung erfolgt über große Tasten und ein beleuchtetes Display.
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Kosteneffizienz: Sehr günstiger Anschaffungspreis bei hoher Zuverlässigkeit.
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3.2 Olympia ProHome 8762 / 8791 / 8800
Die ProHome-Modelle sind das Flaggschiff des Herstellers.
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Olympia ProHome 8762: Ein beliebtes Set, das WLAN und GSM kombiniert. Es erlaubt die Einbindung von IP-Kameras, die direkt in der App betrachtet werden können.
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Olympia ProHome 8791: Dieses Set beinhaltet meist zusätzliche Komponenten wie Außensirenen oder mehr Tür-/Fensterkontakte.
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Olympia ProHome 8800: Das Top-Modell mit modernstem Design und maximaler Kompatibilität zu Smart-Home-Zubehör (z.B. Heizkörperregler).
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4. Funktionsweise im Detail: Sicherheit trifft Intelligenz
4.1 Die Funkübertragung (868 MHz)
Alle Olympia-Komponenten kommunizieren auf der 868-MHz-Frequenz. Dies ist ein geschützter Bereich für Sicherheitstechnik, der deutlich weniger störanfällig ist als das klassische 433-MHz-Band, das oft von Spielzeugen oder Garagentoren genutzt wird.
4.2 Alarmierungskette
Sobald ein Sensor (z.B. ein Magnetkontakt an der Tür) eine unbefugte Öffnung registriert, geschieht Folgendes:
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Lokaler Alarm: Die integrierte Sirene der Basis (ca. 90 dB) löst sofort aus.
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Visuelles Signal: Das Display der Basis blinkt (je nach Modell in Rot).
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Fernalarmierung: * GSM: Das System ruft nacheinander die gespeicherten Nummern an und spielt eine Ansage ab.
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WLAN (ProHome): Eine Push-Benachrichtigung wird an alle verknüpften Smartphones gesendet.
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5. Fokus Smart Home: Mehr als nur Einbruchschutz
Der eigentliche Mehrwert der modernen Olympia-Systeme (ProHome) liegt in der Hausautomatisierung.
5.1 Komfort und Energieeffizienz
Mit der ProHome-Serie können Sie weit mehr als nur Fenster überwachen:
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Heizkörperthermostate: Regeln Sie die Temperatur von unterwegs.
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Schaltsteckdosen: Simulieren Sie Anwesenheit, indem Sie Lampen zu unterschiedlichen Zeiten ein- und ausschalten.
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Wassermelder & Rauchmelder: Schützen Sie Ihr Heim vor Elementarschäden. Das System warnt Sie auch bei Wassereintritt im Keller oder Rauchentwicklung.
5.2 Videoüberwachung
Durch die Integration von IP-Kameras können Sie im Alarmfall sofort nachsehen, ob es sich um einen Fehlalarm handelt oder tatsächlich ein Notfall vorliegt. Die Kameras lassen sich schwenken und neigen (PTZ) und verfügen über Nachtsicht.
6. Vergleichstabelle: Die wichtigsten Modelle auf einen Blick
| Feature | Protect 9061 | Protect 9868 | ProHome 8762 | ProHome 8800 |
| Übertragung | GSM (SIM-Karte) | GSM (SIM-Karte) | WLAN + GSM | WLAN + GSM |
| Max. Sensoren | 32 | 32 | 64 | 64 |
| App-Steuerung | Nein (SMS-basiert) | Teilweise (SMS) | Ja (Vollständig) | Ja (Vollständig) |
| Smart Home | Nein | Nein | Ja (Steckdosen, Heizung) | Ja (Umfangreich) |
| Kameraintegration | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Besonderheit | Preis-Leistungs-Sieger | Edles Design | Bester Allrounder | Premium-System |
7. Vorteile der Olympia Alarmanlagen (Zusammenfassung)
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Einfache Nachrüstung: Da alle Sensoren batteriebetrieben sind, müssen keine Kabel verlegt werden. Perfekt für Mietwohnungen.
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Zertifizierte Sicherheit: Viele Modelle sind durch unabhängige Institute geprüft.
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Abwärtskompatibilität: Zubehör der Protect-Serie ist oft mit der ProHome-Serie kompatibel. Wer klein anfängt, kann später aufrüsten.
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Kein Cloud-Zwang: Die Datenhoheit bleibt beim Nutzer. GSM-Anrufe funktionieren unabhängig von externen Servern.
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Notstromversorgung: Integrierte Akkus in der Basisstation überbrücken Stromausfälle von mehreren Stunden.
8. Installation und Wartung: Schritt-für-Schritt
Um die volle SEO-Relevanz zu erzielen, betrachten wir den Installationsprozess, der für Google-Suchen wie „Olympia Alarmanlage einrichten“ essenziell ist.
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Platzierung der Basis: Zentral im Haus, in der Nähe eines Stromanschlusses und (bei ProHome) mit gutem WLAN-Empfang.
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Einlegen der SIM-Karte: Wichtig für die Notfall-Anrufe. Achten Sie darauf, dass die PIN-Abfrage deaktiviert ist.
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Sensoren registrieren: Über das Menü „Registrieren“ wird jeder Sensor einzeln an der Basis angelernt.
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Montage: Sensoren mit den mitgelieferten Klebestreifen oder Schrauben anbringen.
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Testlauf: Testen Sie jeden Sensor einzeln (im Testmodus), um Fehlalarme zu vermeiden.
9. Experten-Tipps für maximale Sicherheit
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Zoneneinteilung: Nutzen Sie die Funktion der Teilscharfschaltung. So können Sie nachts die Fenster im Erdgeschoss sichern, während Sie sich im Obergeschoss frei bewegen.
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Sabotageschutz: Achten Sie darauf, dass die Sensoren fest sitzen. Ein Versuch, den Sensor zu entfernen, löst bei Olympia sofort den Sabotagealarm aus.
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Batteriewechsel: Das System informiert Sie im Display oder per App über schwache Batterien. Ignorieren Sie diese Meldung nicht, um die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.
10. Fazit: Welche Olympia Alarmanlage ist die richtige für Sie?
Wenn Sie ein solides, günstiges System ohne viel Schnickschnack suchen, ist die Protect 9061 nach wie vor eine exzellente Wahl. Sie bietet alle Basisfunktionen für eine effektive Abschreckung.
Für den modernen Nutzer, der sein Smartphone als Schaltzentrale nutzt und Sicherheit mit Komfort verbinden möchte, führt kein Weg an der ProHome-Serie vorbei. Besonders die ProHome 8762 bietet hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den Einstieg in das vernetzte Wohnen.
Ausblick auf 2026
Mit der fortschreitenden Entwicklung von KI und Machine Learning ist zu erwarten, dass zukünftige Olympia-Generationen noch präziser zwischen Haustieren und Einbrechern unterscheiden können und die Integration in Ökosysteme wie Matter oder Zigbee weiter vorangetrieben wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage: Funktioniert die Olympia Alarmanlage auch ohne SIM-Karte?
Antwort: Ja, der lokale Alarm an der Basis und die WLAN-Benachrichtigung (bei ProHome) funktionieren. Die telefonische Benachrichtigung via Anruf ist jedoch nur mit eingelegter SIM-Karte möglich.
Frage: Wie viele Sensoren kann ich maximal anschließen?
Antwort: Die meisten aktuellen Modelle unterstützen bis zu 32 oder 64 Sensoren, was für ein normales Einfamilienhaus völlig ausreichend ist.
Frage: Sind die Batterien im Lieferumfang enthalten?
Antwort: In der Regel liefert Olympia alle notwendigen Batterien für die Erstinbetriebnahme in den Sets mit.
Teil 2: ProHome-Vergleich & Projektierung
In diesem Abschnitt gehen wir ins Detail: Was unterscheidet die Flaggschiffe der ProHome-Serie wirklich voneinander, und wie sieht ein professioneller Absicherungsplan aus?
1. Der ultimative Vergleich: ProHome 8700er vs. 8800er Serie
Während die Protect-Serie (9xxx) als autarkes GSM-System fungiert, bilden die ProHome-Modelle die Brücke zum Internet der Dinge (IoT). Doch wo liegen die feinen Unterschiede zwischen den Modellen 8762, 8791 und dem Top-Modell 8800?
1.1 Design und Haptik
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ProHome 87xx-Serie: Diese Modelle sind auf Funktionalität ausgelegt. Die Basisstationen verfügen über physische Drucktasten und ein klassisches, blau beleuchtetes LCD-Display. Sie wirken robust und sind ideal für die Wandmontage im Flur oder im Hauswirtschaftsraum.
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ProHome 88xx-Serie: Hier setzt Olympia auf Ästhetik. Die 8800er-Modelle kommen meist mit einer Touch-Oberfläche und einer edleren Optik in Hochglanz-Schwarz oder Silber daher. Sie fügen sich nahtlos in moderne Wohnlandschaften ein und wirken weniger wie ein technisches Gerät, sondern wie ein Smart-Home-Hub.
1.2 Funktionsumfang und Speicher
Technisch teilen beide Serien das gleiche Rückgrat (868 MHz Funk + WLAN + GSM), jedoch gibt es Unterschiede in der internen Logik:
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Ereignisspeicher: Die 8800er Serie bietet oft einen umfangreicheren internen Speicher für die Log-Dateien (wer hat wann entschärft, welcher Sensor hat wann ausgelöst).
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Sprachausgabe: Während die 87xx-Serie primär über Signaltöne und Display-Texte kommuniziert, verfügen die 88xx-Modelle über eine verbesserte, klarere Sprachausgabe, die den Status des Systems (z.B. „System scharfgeschaltet“) ansagt.
1.3 Vergleichstabelle der Spezifikationen
| Merkmal | ProHome 8762 | ProHome 8800 |
| Bedienung | Mechanische Tasten | Touch-Bedienfeld |
| Display | Alphanumerisch (Blau) | Grafik-Display (hinterleuchtet) |
| Smarte Szenarien | Bis zu 32 Regeln | Bis zu 64 Regeln |
| Gehäuse | Robustes Polymer | Premium-Finish (Glas-Optik) |
| WLAN/GSM | Integriert (Dual-Mode) | Integriert (Dual-Mode) |
2. Individueller Belegungsplan: Die „Sichere 3-Zimmer-Wohnung“
Um ein System effektiv zu nutzen, reicht es nicht, die Hardware zu kaufen – man muss sie strategisch platzieren. Hier ist ein Beispiel-Belegungsplan für eine ca. 80 m² große Wohnung im 1. Obergeschoss mit Balkon.
Zone A: Der Eingangsbereich (Die Zentrale)
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Komponente: 1x ProHome Basisstation (8762 oder 8800).
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Platzierung: In der Nähe der Wohnungstür, jedoch nicht direkt einsehbar durch das Türspion-Fenster.
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Zubehör: 1x Tür-/Fensterkontakt (Magnetkontakt) direkt an der Eingangstür.
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Smart Home Clou: Eine Schaltsteckdose, die beim Betreten der Wohnung (Sensor meldet „Auf“) eine Stehlampe im Flur für 5 Minuten einschaltet.
Zone B: Das Wohnzimmer mit Balkonzugang (Höchstes Risiko)
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Komponente: 2x Fensterkontakte (Balkontür + Fenster).
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Komponente: 1x Bewegungsmelder (Passiv-Infrarot).
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Platzierung: Der Bewegungsmelder wird in einer Ecke so platziert, dass er den gesamten Raum diagonal scannt, aber nicht direkt auf die Heizung oder das Fenster blickt (Vermeidung von Fehlalarmen durch Luftströme).
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Smart Home Clou: Ein Wassermelder unter dem Blumenständer am Fenster, falls die automatische Bewässerung mal versagt.
Zone C: Die Küche
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Komponente: 1x Rauch- und Hitzemelder.
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Komponente: 1x Wassermelder unter der Spüle/Spülmaschine.
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Smart Home Clou: Kopplung des Rauchmelders mit der Basis: Im Falle eines Alarms wird sofort eine Push-Nachricht gesendet, auch wenn die Anlage „unscharf“ geschaltet ist.
Zone D: Schlafzimmer / Arbeitszimmer
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Komponente: 1x Funk-Notruftaste (Panik-Button) am Nachttisch.
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Zubehör: 1x Außensirene (attrappenweise oder echt) auf dem Balkon zur Abschreckung.
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Smart Home Clou: Ein Heizkörperthermostat, das über die ProHome App gesteuert wird, um die Temperatur nachts automatisch abzusenken.
3. Die Funktionsweise im Smart Home Kontext
Olympia nutzt das ProHome-System als Gateway. Das bedeutet, die Alarmanlage ist das „Gehirn“, das alle anderen Komponenten steuert.
3.1 Die Logik der Szenarien
In der ProHome App können Sie „Wenn-Dann“-Bedingungen erstellen, ohne programmieren zu können:
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Bedingung (Trigger): „Türkontakt Wohnzimmer wird geöffnet“ + „Zeit ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr“.
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Aktion: „Schalte Steckdose 1 (Licht) ein“ UND „Aktiviere Innensirene“.
3.2 Die App-Steuerung (ProHome App)
Die App fungiert als Fernbedienung, Überwachungsmonitor und Konfigurationstool zugleich.
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Scharf/Unscharf schalten: Von überall auf der Welt (Internetverbindung vorausgesetzt).
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Live-Video: Integration der Olympia IP-Kameras (z.B. Cam 200). Bei einem Alarm klicken Sie in der App auf das Kamerasymbol und sehen sofort, was los ist.
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Zustandsprüfung: „Habe ich das Fenster im Bad zugemacht?“ – Ein Blick in die App zeigt den Status jedes einzelnen Magnetkontakts.
Teil 3: Technischer Deep-Dive, Anti-Jamming und die perfekte Installation
Um die volle Leistungsfähigkeit einer Olympia Alarmanlage auszuschöpfen, muss man verstehen, was „unter der Haube“ passiert. In diesem Abschnitt behandeln wir die Aspekte, die den Unterschied zwischen einem einfachen Gadget und einem ernsthaften Sicherheitssystem ausmachen.
1. Die Funktechnologie: Warum 868 MHz entscheidend ist
Die meisten günstigen Funk-Alarmanlagen auf dem Markt nutzen das 433-MHz-Band. Olympia setzt konsequent auf 868,3 MHz. Warum ist das wichtig für Ihre Sicherheit?
1.1 Exklusivität und Reichweite
Das 433-MHz-Band ist „übervölkert“. Garagentoröffner, Funk-Thermometer und sogar Babyphone senden dort. Das führt zu Signalüberlagerungen und im schlimmsten Fall dazu, dass ein Alarmsignal der Zentrale nicht ankommt. Das 868-MHz-Band ist für Sicherheitsanwendungen reserviert. Es bietet:
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Geringere Störanfälligkeit: Weniger Geräte teilen sich die Frequenz.
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Bessere Durchdringung: Mauern und Stahlbetondecken werden effizienter durchdrungen als bei höheren Frequenzen (wie z.B. 2,4 GHz WLAN).
1.2 Schutz vor „Jamming“ (Signalstörung)
Ein modernes Einbruchsszenario ist das „Jamming“, bei dem Diebe mit einem starken Störsender die Funkfrequenz blockieren. Olympia-Systeme verfügen über eine Störungserkennung. Wenn die Basisstation über einen längeren Zeitraum ein massives Rauschen auf der 868-MHz-Frequenz registriert, löst sie einen Sabotagealarm aus.
2. Die Wahl der richtigen SIM-Karte: GSM-Prioritäten
Die GSM-Funktion ist das Herzstück der Benachrichtigungskette. Viele Nutzer machen hier Fehler, die im Ernstfall die Sicherheit gefährden.
2.1 Prepaid vs. M2M-Karten
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Prepaid-Karten: Günstig, aber riskant. Wenn das Guthaben abläuft oder die Karte wegen Inaktivität deaktiviert wird, ist die Anlage „blind“.
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M2M-Karten (Empfehlung): Es gibt spezielle „Machine-to-Machine“-SIM-Karten für Alarmanlagen. Diese kosten oft nur 1–2 Euro im Monat, nutzen aber alle verfügbaren Netze (National Roaming) und bieten eine garantierte Erreichbarkeit.
2.2 Die Konfiguration der Alarmrufnummern
Olympia erlaubt das Speichern von bis zu 10 Rufnummern. Die Reihenfolge sollte strategisch gewählt sein:
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Eigene Mobilnummer: Sofortige Info via Anruf/SMS.
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Partner/Mitbewohner: Zweite Instanz.
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Nachbar des Vertrauens: Jemand, der physisch schnell vor Ort sein kann.
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Zweit-Handy oder Festnetz: Falls das Primärgerät im Funkloch ist.
3. Fortgeschrittene Installation: Sensor-Typen im Detail
Über die Standard-Fensterkontakte hinaus bietet Olympia spezialisierte Sensoren, die oft übersehen werden.
3.1 Glasbruchmelder
Ein Magnetkontakt registriert nur das Öffnen des Rahmens. Wenn ein Einbrecher die Scheibe einschlägt und durch das Loch steigt, bleibt der Magnetkontakt geschlossen.
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Akustische Glasbruchmelder: Reagieren auf die spezifische Frequenz von brechendem Glas.
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Erschütterungssensoren: Werden direkt auf die Scheibe geklebt und reagieren auf Vibrationen.
3.2 Vorhang-Bewegungsmelder (Curtain PIR)
Im Gegensatz zu normalen Bewegungsmeldern, die einen ganzen Raum überwachen, sichern diese Sensoren nur eine schmale „Wand“ direkt vor Fenstern oder Türen. Dies ist ideal für Haustierbesitzer, da sich der Hund im Raum bewegen kann, solange er nicht direkt durch den „Lichtvorhang“ am Fenster tritt.
4. Die Integration in die Smart Home Welt (ProHome Deep-Dive)
Wie versprochen schauen wir uns die Funktionsweise der ProHome-Serie in Bezug auf die Hausautomatisierung genauer an.
4.1 Die ProHome App als Steuerzentrale
Die App (verfügbar für iOS und Android) kommuniziert verschlüsselt mit Ihrer Basisstation.
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Echtzeit-Status: Sie sehen auf einen Blick: „Wohnzimmerfenster: OFFEN“.
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Push-Benachrichtigungen: Im Gegensatz zu SMS sind Push-Nachrichten kostenlos und enthalten detaillierte Infos (z.B. „Alarm Zone 4: Rauchmelder Küche“).
4.2 Vernetzung mit IP-Kameras
Die Olympia IP-Kameras werden nicht einfach nur daneben gestellt, sondern in die Logik eingebunden.
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Alarm-Trigger: Ein Sensor löst aus.
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Aktion: Die Basis sendet einen Befehl an die Kamera.
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Ergebnis: Die Kamera speichert einen 30-sekündigen Clip in der Cloud oder auf einer SD-Karte und sendet Ihnen den Link zur Live-Ansicht.
5. Wartung und Fehlerbehebung: Damit das System 2026 noch sicher ist
Ein Sicherheitssystem ist nur so gut wie seine Wartung. Hier ist das offizielle Olympia-Wartungsprotokoll:
5.1 Der „Walk-Test“ (Gehtest)
Einmal im Quartal sollten Sie die Anlage in den Testmodus versetzen. Gehen Sie durch jeden Raum und lösen Sie jeden Sensor einmal manuell aus. Die Basis quittiert den Empfang mit einem Signalton.
5.2 Batteriemanagement
Olympia Sensoren halten ca. 12 bis 18 Monate mit einer Batterie.
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Wichtig: Verwenden Sie hochwertige Alkaline-Batterien, keine Billig-Akkus. Akkus haben eine flachere Entladekurve, wodurch die Anlage die Warnung „Batterie schwach“ oft erst zu spät ausgibt.
5.3 Software-Updates
Bei der ProHome-Serie werden Firmware-Updates über das WLAN eingespielt. Prüfen Sie in der App regelmäßig auf Updates, um gegen neue Sicherheitslücken gewappnet zu sein.
6. Zusammenfassung der Vorteile gegenüber Mitbewerbern
Warum Olympia und nicht ein System von z.B. Abus oder Ring?
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Datenschutz: Keine Zwangsregistrierung für Basisfunktionen. Ihre Daten (wer wann die Tür öffnet) landen nicht zwangsläufig auf US-Servern.
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Hybride Kommunikation: Die Kombination aus WLAN (schnell, App) und GSM (ausfallsicher, Anruf) ist in dieser Preisklasse selten.
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Modularer Aufbau: Sie können mit einem 80€-Starterset beginnen und es über Jahre zu einem 1000€-Sicherheitssystem ausbauen.
Teil 4: Komplexe Smart-Home-Szenarien und der vollständige Zubehör-Katalog
In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie Ihre Olympia ProHome Anlage von einer reinen „Sirene“ in ein intelligentes Ökosystem verwandeln, das aktiv Einbrüche verhindert, bevor sie geschehen, und wie Sie das richtige Zubehör für Ihre individuellen Bedürfnisse auswählen.
1. Die Kunst der Anwesenheitssimulation (Presence Simulation)
Einbrecher beobachten Objekte oft über Tage hinweg. Ein dunkles Haus über einen längeren Zeitraum ist eine Einladung. Die ProHome-Serie ermöglicht es Ihnen, ein „bewohntes“ Haus vorzutäuschen, selbst wenn Sie am anderen Ende der Welt sind.
1.1 Dynamische Lichtsteuerung
Durch die Einbindung der Olympia Funk-Steckdosen können Sie Szenarien erstellen, die weit über herkömmliche Zeitschaltuhren hinausgehen:
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Zufallsprinzip: Stellen Sie die Steckdosen so ein, dass sie sich zwischen 18:00 und 23:00 Uhr zu unregelmäßigen Zeiten ein- und ausschalten.
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Sensor-Triggered Lighting: Wenn ein Bewegungsmelder im Außenbereich (oder ein Erschütterungssensor am Fenster) eine Aktivität registriert, schaltet die Zentrale sofort das Licht im Obergeschoss ein. Für den Beobachter wirkt es so, als sei gerade jemand aufgewacht und hätte das Licht angemacht.
1.2 Das „Gute Nacht“-Szenario
Mit einem Tastendruck auf der Fernbedienung oder in der App können Sie beim Schlafengehen folgende Kette auslösen:
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Scharfschaltung: Alle Außenhaut-Sensoren (Fenster/Türen) werden aktiv.
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Energie sparen: Alle Smart-Home-Steckdosen (z.B. Kaffeemaschine, Standby-Geräte) werden ausgeschaltet.
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Heizungssteuerung: Die ProHome Heizkörperthermostate senken die Temperatur auf 18°C ab.
2. Der große Olympia Zubehör-Guide: Alles auf einen Blick
Ein System ist nur so gut wie seine spezialisierten Komponenten. Hier ist die detaillierte Auflistung aller verfügbaren Erweiterungen für die Protect- und ProHome-Serie.
2.1 Sensoren für die Überwachung (Detektion)
| Zubehör | Funktion | Vorteil | Nachteil |
| Tür-/Fensterkontakt | Registriert das Öffnen durch Magnetabriss. | Sehr günstig, extrem zuverlässig. | Schützt nicht vor Glasbruch. |
| PIR-Bewegungsmelder | Reagiert auf Wärmeveränderung (Infrarot). | Überwacht ganze Räume kosteneffizient. | Kann bei Haustieren Fehlalarme auslösen. |
| Erschütterungssensor | Reagiert auf Vibrationen an der Scheibe. | Schlägt Alarm, bevor der Täter im Haus ist. | Empfindlich bei starkem Hagel/Sturm. |
| Wassermelder | Detektiert Feuchtigkeit am Boden. | Schützt vor teuren Wasserschäden (Waschmaschine). | Muss bodennah platziert werden (Staubgefahr). |
| Rauchmelder | Optische Raucherkennung. | Lebensrettend, 24/7 aktiv (auch bei unscharfer Anlage). | Batteriewechsel alle 1-2 Jahre nötig. |
2.2 Signalgeber (Abschreckung)
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Funk-Außensirene: Das wichtigste Element zur optischen und akustischen Abschreckung. Sie verfügt über eine helle Blitzleuchte und eine lautstarke Sirene (ca. 105 dB).
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Pro-Tipp: Montieren Sie die Sirene gut sichtbar, aber unerreichbar für Sabotageversuche (mind. 3 Meter Höhe).
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Innensirene: Verstärkt den Alarmton der Basisstation in entlegenen Zimmern oder Stockwerken, um den Täter durch Schalldruck zur Flucht zu zwingen.
2.3 Bedienelemente (Interaktion)
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Funk-Fernbedienung: Ideal für den Schlüsselbund. Ermöglicht Scharf/Unscharf/Teilscharf und verfügt über eine Paniktaste.
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Funk-Keypad: Wird oft im Eingangsbereich montiert. So kann die Basisstation versteckt bleiben, während die Bedienung über einen Code am Keypad erfolgt.
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Notrufknopf: Ein kleiner, mobiler Button (SOS-Knopf). Ideal für Senioren oder hilfebedürftige Personen, um im Notfall sofort Hilfe zu rufen (GSM-Wählgerät).
3. Vertiefung: ProHome Heizkörperthermostate und Energieeffizienz
Ein oft unterschätzter Aspekt der ProHome-Serie ist die Heizungssteuerung. Dies macht Olympia zu einem echten Smart-Home-System.
Wie es funktioniert:
Die Thermostate ersetzen die herkömmlichen Drehregler an Ihren Heizkörpern. Über die Basisstation können Sie Zeitpläne erstellen.
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Urlaubsmodus: Senken Sie die Temperatur während Ihrer Abwesenheit und heizen Sie das Haus via App bereits auf, wenn Sie am Flughafen landen.
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Fenster-Auf-Erkennung: Wenn der Tür-/Fensterkontakt registriert, dass gelüftet wird, sendet die Zentrale einen Befehl an das Thermostat, das Ventil zu schließen. So heizen Sie nicht buchstäblich „aus dem Fenster hinaus“.
4. Sicherheits-Strategie: Die „Zwiebelschale“
Für eine SEO-optimierte Abhandlung ist es wichtig, dem Nutzer nicht nur Hardware zu verkaufen, sondern eine Strategie zu liefern. Sicherheitsexperten raten zum Zwiebelschalen-Prinzip:
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Äußere Schale (Perimeter): Abschreckung durch Außensirenen und Kameras. Erschütterungssensoren an den Fenstern.
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Mittlere Schale (Außenhaut): Magnetkontakte an allen Türen und Fenstern.
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Innere Schale (Innenraum): Bewegungsmelder in Durchgangszimmern (Flur, Wohnzimmer) als „Back-up“, falls die Außenhaut überwunden wurde.
5. Technische Hürden und wie man sie meistert (Troubleshooting)
Auch das beste System kann Probleme bereiten. Hier sind die häufigsten Nutzeranfragen und Lösungen:
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Problem: „Die Basisstation findet das WLAN nicht.“
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Lösung: Olympia ProHome unterstützt primär das 2,4-GHz-Wandband. Stellen Sie sicher, dass Ihr Router nicht ausschließlich auf 5 GHz sendet.
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Problem: „Fehlalarm durch den Bewegungsmelder.“
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Lösung: Prüfen Sie, ob der Melder direkt auf eine Wärmequelle (Kamin, Heizung) oder ein Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung gerichtet ist. Deaktivieren Sie ggf. die „hohe Empfindlichkeit“.
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Problem: „SMS-Benachrichtigung kommt nicht an.“
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Lösung: Prüfen Sie das Guthaben der SIM-Karte und ob der Empfang am Standort der Basisstation ausreichend ist (LED-Anzeige an der Basis).
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6. Fazit des vierten Teils
Die Stärke von Olympia liegt in der Kombination. Ein reiner Bewegungsmelder macht noch kein Smart Home, und eine reine App-Steuerung macht noch keine Sicherheit. Erst durch die Verknüpfung von Sensoren, Sirenen und intelligenten Aktoren (Steckdosen/Thermostate) entsteht ein System, das Ihren Alltag sicherer und komfortabler macht.
Teil 5: Wirtschaftlichkeit, Rechtssicherheit und das Fazit zur Olympia-Sicherheit
In diesem abschließenden Kapitel verlassen wir die rein technische Ebene und betrachten das „Drumherum“: Was kostet die Sicherheit über die Jahre hinweg, was erlaubt der Gesetzgeber, und wie zukunftssicher ist Ihre Investition heute, im Jahr 2026?
1. Kosten-Nutzen-Vergleich: Olympia vs. Abo-Systeme (TCO-Analyse)
Ein entscheidendes Kaufargument für Olympia ist das Fehlen von monatlichen Gebühren. Doch wie schlägt sich das System über einen Zeitraum von 5 Jahren im Vergleich zu bekannten Smart-Home-Sicherheitsanbietern wie Ring (Amazon), Nest (Google) oder professionellen Dienstleistern wie Verisure?
1.1 Total Cost of Ownership (TCO) über 60 Monate
| Kostenpunkt | Olympia ProHome (DIY) | Abo-Anbieter (Ring/Nest) | Profi-Dienst (Verisure) |
| Anschaffung (Basis + 5 Sensoren) | ca. 250 € | ca. 300 € | oft 0 € (Leihgerät) |
| Installation | 0 € (Eigenleistung) | 0 € (Eigenleistung) | ca. 300 € (Fachmann) |
| Monatliche Gebühr | 0 € | ca. 10 € (Cloud-Speicher) | ca. 50 € (Wachdienst) |
| SIM-Karte (GSM-Option) | ca. 120 € (2€/Monat) | Inklusive (nur bei Abo) | Inklusive |
| Batteriewechsel (5 Jahre) | ca. 60 € | ca. 60 € | Inklusive (Wartungsvertrag) |
| Gesamtkosten (5 Jahre) | ca. 430 € | ca. 960 € | ca. 3.300 € |
Fazit der Kostenanalyse:
Das Olympia-System amortisiert sich bereits nach dem ersten Jahr. Während Sie bei Abo-Modellen für den Zugriff auf Ihre eigenen Videodaten oder die Mobilfunkanbindung monatlich zahlen, gehört Ihnen bei Olympia die Hardware und die Datenhoheit komplett. Die Ersparnis über 5 Jahre beläuft sich auf über 2.800 € gegenüber Premium-Dienstleistern.
2. Rechtliche Aspekte: Was Sie 2026 beachten müssen
Sicherheitstechnik bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen Eigenschutz und den Persönlichkeitsrechten Dritter. Besonders in Deutschland sind die Regeln der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) streng.
2.1 Videoüberwachung (IP-Kameras)
Wenn Sie Olympia IP-Kameras in Ihr ProHome-System integrieren, gilt:
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Privatgrundstück: Sie dürfen Ihr eigenes Grundstück filmen.
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Öffentlicher Raum: Gehwege, Straßen oder das Nachbargrundstück sind tabu. Kameras müssen so ausgerichtet (oder digital maskiert) sein, dass sie nur Ihren Bereich erfassen.
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Hinweispflicht: Ein deutlich sichtbares Hinweisschild („Videoüberwachung“) ist für Besucher und Postboten zwingend erforderlich.
2.2 Die Außensirene und der Lärmschutz
Eine Sirene dient der Abschreckung, darf aber nicht zur unzumutbaren Belästigung werden.
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Dauer: In vielen Kommunen ist die akustische Alarmdauer im Außenbereich auf maximal 180 Sekunden (3 Minuten) begrenzt. Olympia-Zentralen erlauben die genaue Einstellung dieser Zeitspanne.
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Fehlalarme: Bei wiederholten, vermeidbaren Fehlalarmen durch mangelhafte Installation kann die Polizei die Kosten für einen unnötigen Einsatz (ca. 150 € bis 400 €) in Rechnung stellen.
3. Die Zukunft der Olympia-Sicherheit: Ausblick und Trends
Die Welt der Hausautomatisierung wandelt sich schnell. Auch Olympia entwickelt sich weiter, um mit den Giganten der Branche mitzuhalten.
3.1 Matter und Thread Integration
Der neue Smart-Home-Standard Matter soll die Kommunikation zwischen verschiedenen Herstellern vereinheitlichen. Für zukünftige Olympia-Generationen bedeutet dies, dass Sensoren von Olympia eventuell direkt mit Apple HomeKit, Google Home oder Amazon Alexa kommunizieren können, ohne dass komplizierte Brücken nötig sind.
3.2 Künstliche Intelligenz (KI) in der Videoanalyse
Moderne Olympia-Kameras (Stand 2026) nutzen zunehmend lokale KI-Chips, um zwischen einem raschelnden Blatt, einem Haustier und einem Menschen zu unterscheiden. Dies reduziert die Rate der Push-Benachrichtigungen auf dem Smartphone erheblich und steigert die Relevanz der Alarme.
4. Abschließendes Qualitätsurteil: Für wen ist Olympia ideal?
Nach der Analyse von über 4000 Wörtern lässt sich ein klares Bild zeichnen.
Olympia Alarmanlagen sind die perfekte Wahl für:
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Preisbewusste Hausbesitzer und Mieter, die keine monatlichen Fixkosten wünschen.
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DIY-Enthusiasten, die Freude daran haben, ihr System selbst zu konfigurieren und zu erweitern.
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Datenschutz-Orientierte Nutzer, die ihre Sicherheitsdaten lieber lokal oder auf einer eigenen SIM-Karte wissen als in einer anonymen Cloud.
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Senioren oder Alleinstehende, die durch die SOS-Funktionen (Notrufknopf) ein zusätzliches Sicherheitsnetz benötigen.
Eher ungeeignet sind sie für:
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Nutzer, die eine direkte Aufschaltung zu einer polizeilichen Notrufzentrale (VdS-zertifiziert) benötigen – hierfür sind teurere Profi-Systeme nötig.
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Menschen, die keinerlei technisches Verständnis für eine Erst-Installation mitbringen.
Zusammenfassung der gesamten Abhandlung
Wir haben die Reise bei den Grundlagen der Protect-Serie begonnen, den technologischen Sprung zur ProHome-Serie analysiert und die Vorteile der 868-MHz-Funktechnik sowie der Dual-Way-Kommunikation (GSM/WLAN) hervorgehoben. Wir haben gesehen, dass Olympia nicht nur eine Alarmanlage ist, sondern durch Heizkörperthermostate und Schaltsteckdosen ein vollwertiges Smart-Home-Einstiegssystem darstellt.
Die Modularität, die einfache Nachrüstbarkeit und die hohe Zuverlässigkeit machen Olympia zu einem „Hidden Champion“ auf dem deutschen Sicherheitsmarkt. Wer sein Zuhause im Jahr 2026 effizient, smart und kostengünstig schützen möchte, kommt an den Modellen der ProHome-Serie kaum vorbei.
Ihr nächster Schritt zur Sicherheit
Diese Abhandlung hat Ihnen das theoretische Rüstzeug gegeben. Jetzt ist es Zeit für die Praxis.
Teil 6: Die praktische Umsetzung – Einkaufsliste, Rechtstexte und Installations-Masterclass
Sicherheit ist kein Produkt, sondern ein Prozess. In diesem finalen Abschnitt transformieren wir das theoretische Wissen der vorangegangenen Kapitel in eine konkrete Handlungsanweisung für Ihr Zuhause.
1. Die „Best-Value“-Einkaufsliste (Budget: ca. 300 €)
Mit einem Budget von 300 € lässt sich im Jahr 2026 ein erstaunlich leistungsfähiges Olympia-System aufbauen, das weit über die Basisfunktionen hinausgeht. Wir setzen auf das ProHome 8762 als Herzstück, da es das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die Smart-Home-Integration bietet.
1.1 Das Basis-Paket (ca. 160 €)
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Modell: Olympia ProHome 8762 Set.
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Inhalt: Basisstation, 4x Tür-/Fensterkontakte, 1x Bewegungsmelder, 1x Fernbedienung, 1x Schalt-/Messsteckdose.
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Einsatz: Grundabsicherung der Außenhaut und erste Smart-Home-Gehversuche.
1.2 Die strategische Erweiterung (ca. 140 € Restbudget)
Um die „Zwiebelschalen-Strategie“ zu vervollständigen, ergänzen wir das Set um folgende Komponenten (Preise Stand 2026):
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1x Funk-Außensirene (ProHome 6109): Unverzichtbar für die Abschreckung. (ca. 45 €)
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2x Erschütterungssensoren (6107): Für die besonders gefährdeten Terrassentüren. (ca. 55 €)
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1x Wassermelder (6105): Schutz für den Hauswirtschaftsraum. (ca. 20 €)
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1x Zusätzliche Fernbedienung: Für den Zweitschlüssel oder Partner. (ca. 20 €)
Gesamtinvestition: ca. 300 €. Damit haben Sie eine voll vernetzte, App-gesteuerte Anlage mit Außenalarm und Wasserschutz.
2. Rechtliche Sicherheit: Das DSGVO-Konforme Hinweisschild
Wenn Sie eine IP-Kamera (z.B. Olympia OC 1280) in Ihr System integrieren, sind Sie gesetzlich verpflichtet, Passanten und Besucher zu informieren. Ein einfaches Schild mit der Aufschrift „Achtung Kamera“ reicht 2026 nicht mehr aus.
2.1 Der „Zwei-Stufen-Hinweis“
Die Datenschutzbehörden verlangen ein gestuftes Informationsmodell:
Stufe 1: Das Hinweisschild (Sichtbereich) Das Schild muss platziert sein, bevor die Person den überwachten Bereich betritt. Es muss folgende Informationen enthalten:
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Ein deutliches Kamerasymbol.
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Wer überwacht? Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen (Sie).
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Zweck der Überwachung? (z.B. „Vermeidung von Straftaten und Schutz des Eigentums“).
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Rechtsgrundlage? (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
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Speicherdauer? (z.B. „48 Stunden“).
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Hinweis auf Stufe 2: Ein QR-Code oder ein Link zu Ihrer vollständigen Datenschutzerklärung.
2.2 Formulierungsvorschlag für das Schild
Achtung: Videoüberwachung!
Um mein Eigentum vor unbefugtem Zugriff und Straftaten zu schützen, wird dieser Bereich videoüberwacht.
Verantwortlich: [Ihr Name], [Ihre Adresse]. Zweck: Einbruchschutz & Beweissicherung. Speicherdauer: Automatische Löschung nach 72 Stunden. Ihre Rechte: Auskunft, Löschung, Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde. Details unter: [Link/QR-Code einfügen]
3. Die Installations-Masterclass: Strategische Platzierung
Um Fehlalarme zu vermeiden und die Detektionsrate zu maximieren, folgen Sie diesem Raum-für-Raum-Leitfaden.
3.1 Das Erdgeschoss (Hochrisiko-Zone)
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Terrassentüren: Verwenden Sie hier die Kombination aus Magnetkontakt (für das Öffnen) und Erschütterungssensor (für das Einschlagen).
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Flur: Platzieren Sie den Bewegungsmelder so, dass er den Weg zur Treppe kreuzt. Einbrecher bewegen sich fast immer durch den Flur, um in andere Etagen zu gelangen.
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Fenster im Sichtschatten: Fenster, die von der Straße aus nicht einsehbar sind (hinter Hecken), benötigen Priorität bei der Absicherung.
3.2 Die App-Konfiguration (Hidden Features)
Gehen Sie in der ProHome App in die „Erweiterten Einstellungen“:
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Eingangsverzögerung: Stellen Sie diese für die Haustür auf ca. 20 Sekunden ein. So haben Sie Zeit, die Anlage unscharf zu schalten, ohne dass sofort die Nachbarschaft geweckt wird.
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Dauersignal der Sirene: Stellen Sie die Außensirene auf maximal 180 Sekunden ein, um rechtliche Probleme mit der Lärmschutzverordnung zu vermeiden.
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Nachtmodus: Definieren Sie eine Gruppe „Nacht“, in der nur die Außenhaut-Sensoren aktiv sind, die Bewegungsmelder im Haus jedoch deaktiviert bleiben.
4. Wartungsenzyklopädie: Langlebigkeit garantiert
Ein Alarmsystem ist kein „Set-and-Forget“-Produkt. Für eine hundertprozentige Zuverlässigkeit im Jahr 2026 ist eine regelmäßige Wartung nötig.
4.1 Der 12-Monats-Batterie-Check
Die Olympia-Sensoren nutzen meist CR2032 oder CR2450 Knopfzellen oder AA/AAA-Batterien.
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Pro-Tipp: Tauschen Sie die Batterien präventiv alle 12 Monate aus, idealerweise im Herbst, bevor die kalte Jahreszeit die Batterieleistung schwächt.
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Vorgehen: Öffnen Sie das Gehäuse vorsichtig mit einem kleinen Schraubendreher. Achten Sie darauf, den Sabotagekontakt nicht zu verbiegen.
[Image showing the battery replacement process for an Olympia window contact]
4.2 Die Sensor-Reinigung
Staub und Spinnweben vor den Linsen von Bewegungsmeldern sind die häufigste Ursache für Fehlalarme.
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Wischen Sie die Sensoren alle 6 Monate mit einem trockenen, antistatischen Tuch ab.
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Verwenden Sie keine scharfen Reinigungsmittel, die den Kunststoff der Linsen trüben könnten.
5. Troubleshooting: Wenn die Technik streikt
Problem: „Die Anlage meldet einen Sabotagealarm, obwohl nichts passiert ist.“
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Ursache: Meist sitzt die Rückplatte eines Sensors nicht fest genug an der Wand. Der kleine Federkontakt wird nicht weit genug eingedrückt.
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Lösung: Unterlegen Sie den Sabotagekontakt mit einem kleinen Stück Klebeband oder ziehen Sie die Schrauben nach.
Problem: „Die Push-Nachricht kommt mit 5 Minuten Verzögerung.“
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Ursache: Energiespareinstellungen Ihres Smartphones blockieren die Hintergrunddaten der ProHome App.
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Lösung: Deaktivieren Sie die Akku-Optimierung spezifisch für die Olympia App in den Android/iOS-Systemeinstellungen.
6. Gesamtfazit der Abhandlung
Wir haben in dieser umfangreichen Analyse die gesamte Welt von Olympia Business Systems durchquert. Von der simplen, aber effektiven GSM-Technik der Protect-Serie bis hin zur hochvernetzten, smarten Welt der ProHome 8800.
Das Ergebnis ist eindeutig: Olympia bietet ein System, das sich dem Nutzer anpasst – nicht umgekehrt. Es erfordert keine monatlichen Tribute an Tech-Giganten und lässt dem Nutzer die volle Kontrolle über seine Privatsphäre.
Wer die hier beschriebenen Strategien zur Zonenaufteilung, rechtssicheren Kennzeichnung und regelmäßigen Wartung befolgt, schafft eine Sicherheitsumgebung, die auch den Standards von 2026 und darüber hinaus standhält. Olympia beweist, dass professioneller Schutz nicht teuer oder kompliziert sein muss – er muss nur klug geplant sein.

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