Skip to main content

CO-Melder

« Back to Glossary Index

CO-Melder (Kohlenmonoxidmelder) sind lebensrettende Sicherheitsgeräte, die unsichtbares, geruchloses und tödliches Kohlenmonoxid in der Luft erkennen. Sie bestehen aus einem Sensorelement und einem akustischen Alarmgeber, der bei erhöhter CO-Konzentration sofort einen lauten Warnton auslöst. CO entsteht häufig durch unvollständige Verbrennung in Heizungen, Kaminen, Öfen oder Fahrzeugen. Moderne CO-Melder verfügen über digitale Anzeigen, Batteriestatusüberwachung, Vernetzungsmöglichkeiten mit Smart-Home-Systemen und Alarmweiterleitung an mobile Geräte. Sie sind besonders in Wohnhäusern, Ferienwohnungen, Garagen oder Kellern unverzichtbar, wo CO entstehen kann. CO-Melder wirken präventiv, da sie frühzeitig warnen, bevor gesundheitliche Schäden auftreten, und erhöhen somit die Sicherheit erheblich. In Kombination mit Rauchmeldern, Hitzemeldern und Alarmanlagen bieten sie einen umfassenden Schutz vor Brand- und Lebensgefahren, der sowohl private als auch gewerbliche Objekte absichert.

Ein CO-Melder (Kohlenmonoxid-Melder) ist ein elektronisches Sicherheitsgerät, das die Konzentration des hochgiftigen Gases Kohlenmonoxid ($CO$) in der Umgebungsluft kontinuierlich misst und bei Überschreitung kritischer Grenzwerte einen akustischen und optischen Alarm auslöst.

Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas, das bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien (Gas, Öl, Holz, Kohle) entsteht. Da es vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann, ist es extrem gefährlich. Es bindet sich im Blut etwa 300-mal stärker an das Hämoglobin als Sauerstoff, was schnell zur inneren Erstickung (Vergiftung) führen kann.

🔬 Funktionsweise des Sensors

Moderne CO-Melder nutzen in der Regel elektrochemische Sensoren zur Messung der Gaskonzentration:

  1. Gasmessung: Der Sensor enthält eine Elektrolyt-Lösung. Wenn Kohlenmonoxid mit dieser Lösung in Kontakt kommt, findet eine chemische Reaktion statt.

  2. Erzeugung eines elektrischen Signals: Diese Reaktion führt zur Freisetzung oder Aufnahme von Elektronen und erzeugt dadurch einen kleinen elektrischen Strom.

  3. Alarmierung: Die Elektronik im Melder misst die Stärke dieses Stroms. Steigt die $CO$-Konzentration, steigt auch der Strom. Übersteigt der Wert die vordefinierten, zeitabhängigen Grenzwerte (siehe Normen), wird der Alarm ausgelöst.

⚠️ Alarmierungsgrenzwerte (Norm DIN EN 50291)

Die Alarmierung von CO-Meldern ist nicht nur vom Konzentrationswert abhängig, sondern auch von der Zeitdauer der Belastung, da $CO$ kumulativ im Blut wirkt. Die europäische Norm DIN EN 50291 definiert die Grenzwerte für die Auslösung:

Konzentration (ppm) Maximale Auslösezeit
30 ppm Kein Alarm innerhalb von 120 Minuten
50 ppm Alarm innerhalb von 60 bis 90 Minuten
100 ppm Alarm innerhalb von 10 bis 40 Minuten
300 ppm Alarm innerhalb von 3 Minuten

(ppm = parts per million)

🏡 Ideale Installationsorte und Anwendung

$CO$-Melder sind unverzichtbar in Räumen, in denen Verbrennungsgeräte betrieben werden:

  • Heizungskeller/Technikräume: Gasthermen, Ölheizungen.

  • Kaminzimmer: Holzöfen, Kamine.

  • Küchen: Gasherde, Durchlauferhitzer.

  • Garagen: Bei angeschlossenen Wohnbereichen.

  • Quellen für $CO$: Defekte Gasgeräte, verstopfte Schornsteine, unzureichende Belüftung.

Hinweis zur Montage: Da sich Kohlenmonoxid gleichmäßig mit der Luft vermischt, wird die Installation in Atemhöhe oder mindestens $1-3$ Meter von der $CO$-Quelle entfernt empfohlen. Sie ersetzen nicht den Rauchmelder, der Brandrauch detektiert.

« Zurück zum Glossar Index


Ähnliche Beiträge